„Die Website läuft doch, warum soll ich monatlich zahlen?“ Berechtigte Frage. Die Antwort beginnt mit einer unbequemen Wahrheit: Eine Website ist keine Broschüre, sondern Software. Und Software, die niemand pflegt, wird nicht einfach alt, sie wird gefährlich.
Was ohne Wartung passiert
WordPress, Themes und Plugins bekommen laufend Updates, viele davon schließen Sicherheitslücken, die öffentlich dokumentiert sind. Automatisierte Angriffsprogramme durchsuchen das Netz gezielt nach Websites mit bekannten, ungestopften Lücken. Es trifft also nicht „die Großen“, sondern die Ungepflegten, völlig unabhängig von der Firmengröße. Die Folgen reichen von Spam-Versand über deine Domain bis zur gekaperten Seite samt Google-Warnung „Diese Website wurde möglicherweise gehackt“. Der Reputationsschaden übersteigt jede Wartungspauschale um ein Vielfaches.
Was gute Wartung umfasst
- Updates mit Verstand: System, Theme und Plugins aktuell halten, getestet, nicht blind, damit nach dem Update nichts kaputt ist.
- Backups: Automatische Sicherungen, extern gelagert, mit geprobter Wiederherstellung. Ein Backup, das nie getestet wurde, ist ein Gerücht.
- Monitoring: Jemand merkt, wenn die Seite down oder langsam ist, bevor deine Kunden es dir sagen.
- Sicherheit: Gehärtete Anmeldung, Firewall, regelmäßiger Blick in die Logs.
- Kleine Änderungen: Neue Öffnungszeiten, ein Teamfoto, ein Textabsatz, im Kontingent enthalten statt einzeln berechnet.
Wartung ist wie eine Versicherung, die zusätzlich den Wagen wäscht: Schutz vor dem Ernstfall plus laufende Pflege.
Was Wartung kosten darf
Für eine normale Unternehmens-Website sind niedrige dreistellige Beträge pro Monat marktüblich, je nach Umfang des Änderungskontingents. Deutlich billiger geht nur, wer Punkte weglässt (frag welche!). Deutlich teurer sollte begründet sein, etwa durch Shops oder Sonderfunktionen. Wichtig im Vertrag: konkrete Leistungen, Reaktionszeiten und die Klarheit, dass deine Website dir gehört, auch wenn ihr euch mal trennt.
Der Sonderfall: die geerbte Website
Agentur weg, Zugangsdaten verschollen, letzte Aktualisierung 2021? Kein seltener Fall und lösbar: Wir übernehmen bestehende Websites, verschaffen uns sauber Zugang, räumen auf und betreuen weiter. Melde dich einfach, der Bestandscheck ist kostenlos, das Ergebnis manchmal auch die ehrliche Empfehlung für einen Neuaufbau.
Häufige Fragen
Kann ich die Wartung selbst übernehmen?
Technisch ja, Updates einspielen kann jeder lernen. Die Frage ist, ob du es zuverlässig tust, Backups testest und im Ernstfall weißt, was zu tun ist. Die meisten Selbst-Warter updaten drei Monate lang und dann nie wieder. Genau davon leben Angreifer.
Was passiert, wenn ich einfach gar nichts mache?
Eine Weile nichts, das ist das Tückische. Irgendwann kommt eine von drei Rechnungen: die gehackte Seite (Bereinigung: vierstellig), der Plugin-Konflikt, der die Seite lahmlegt (dringende Feuerwehr-Stunden), oder die schleichend veraltete Technik, die den nächsten Relaunch verteuert.
Bin ich an meine Agentur gebunden, wenn sie die Wartung macht?
Nicht, wenn der Vertrag sauber ist: Deine Website, deine Zugänge, monatlich oder quartalsweise kündbar. Genau das solltest du vor Abschluss prüfen, seriöse Anbieter binden dich über Leistung, nicht über Abhängigkeit.